Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

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Datum Ort Veranstaltung Zeit
04.10.2019
bis 12.10.2019

Ort: Armenien
Armenien Studienreise Armenien - Brücke von Europa nach Asien. Zwischen Tradition und Transformation: Geschichte, Kultur, Politik, Perspektiven.

Im April 2017 veranstaltete die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen eine Studienreise nach Armenien, die auf großes Interesse stieß und den Teilnehmenden neue Erkenntnisse und vertiefende Einsichten über die Republik im Kaukasus ermöglichte. Bereits damals war eine angespannte Situation im Land festzustellen, inzwischen hat sich einiges verändert. Der Protest gegen die Wahl des langjährigen Präsidenten Sersch Sargsjans zum Premierminister im April 2018 weitete sich zur „samtenen Revolution“ mit Hunderttausenden friedlich Protestierenden aus. In deren Ergebnis kam der frühere Journalist und Oppositionspolitiker Nikol Paschinjan als Ministerpräsident an die Regierung. Mit ihm verbinden sich viele Hoffnungen auf eine weitere Demokratisierung des Landes sowie der Wunsch nach einem entschiedenen Kampf gegen Korruption und gegen den Einfluss von Oligarchen. Versuche in diese Richtung sind erkennbar, aktuell kommen jedoch auch von Ernüchterung kündende Nachrichten aus Armenien. Die Studienreise wird Einblicke in die jahrtausendealte und bereits seit dem 3./4. Jahrhundert vom Christentum geprägte Geschichte Armeniens er-möglichen. Der inhaltliche Schwerpunkt unserer Studienreise wird jedoch auf zeithistorischen Themen und der aktuellen Lage im Land liegen. Erneut werden Exkursionen, Gespräche mit Experten und Begegnungen mit Menschen vor Ort den Teilnehmenden Informationen liefern und Eindrücke vermitteln, aus denen sie ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im Land gewinnen können. Wichtige Themen werden u. a. sein: der osmanische Genozid an den Armeniern 1915, die Geschichte und Folgewirkungen der sowjetischen Zeit, die gesellschaftlichen Umwälzungen nach Erlangen der Unabhängigkeit 1991, die Rolle der armenischen Diaspora, die weiterhin schwierige außenpolitische Lage, insbesondere der Konflikt mit Aserbaidschan um Bergkarabach inklusive der Rolle Russlands und der Türkei, sowie aktuelle innenpolitische Entwicklungen. Schließlich sollen die deutsch-armenisch Beziehungen betrachtet werden, auch unter dem Aspekt, welche armenisch-thüringischen Kontakte bzw. Partnerschaften möglich sein könnten.

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