Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

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Datum Ort Veranstaltung Zeit
22.08.2019

Ort: Bauhaus-Museum, Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar
Zeit: 19:00 Uhr
Bauhaus-Museum, Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 WeimarSeptember 1939 – der Überfall auf Polen

Podiumsdiskussion mit Prof. Paweł Machcewicz und Dr. Jochen Böhler Vor genau 80 Jahren, am 22. August 1939, also eine Woche vor dem Überfall auf Polen, forderte Hitler von den Befehlshabern der Wehrmacht größte Härte gegen den zukünftigen Kriegsgegner. Die Deutschen verfolgten keineswegs nur militärische Ziele, sondern begannen vom ersten Tag an eine rassistische Gesellschaftspolitik umzusetzen, die für die Zivilbevölkerung eine Explosion von Gewalt bedeutete. Die Wehrmacht bekämpfte vermeintliche Freischärler rücksichtslos, hinter der Wehrmacht rückten mordende Einsatzgruppen nach Polen ein, insbesondere jüdische Polen wurden Opfer zügelloser Gewalt. Die Bombardierung Warschaus, die Fluchtbewegung der Bevölkerung vor der Front, die Terrorakte gegen Zivilisten gehören in Polen bis heute zum Kanon der Erinnerung an den Krieg. Auf dem Podium sollen die Geschehnisse nachgezeichnet und in die Geschichte des Krieges eingeordnet werden. Am Anfang und Ende steht die Frage: Welche Bedeutung hat der September 1939 auch heute noch für Polen, Deutsche und Europäer? Paweł Machcewicz ist Professor für Geschichte an der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Von 2000 bis 2006 war er Direktor der Bildungsabteilung des Instituts für Nationales Gedenken und in dieser Funktion verantwortlich für die historische Aufarbeitung des Pogroms von Polen an jüdischen Nachbarn in Jedwabne 1941. Von 2008 bis 2017 war er Gründungsdirektor des Museums des Zweiten Weltkrieges in Gdańsk; kurz nach der Eröffnung des Museums wurde er vom Kulturminister der PiS-Regierung entlassen. Jochen Böhler ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Imre-Kertész-Kolleg der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort leitet er den Forschungsbereich „War, Violence and Oppression“. Von 2000 bis 2010 war er Mitarbeiter des Deutschen Historischen Instituts in Warschau; in diese Zeit datiert seine Promotion zum Septemberfeldzug der Deutschen in Polen unter dem Titel „Auftakt zum Vernichtungskrieg“. Veranstaltung in englischer Sprache Eine Veranstaltung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und der Klassik Stiftung Weimar

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19:00 Uhr
22.08.2019

Ort: Suhl, Kulturbaustelle, Friedrich-König-Straße 35
Zeit: 20:00 Uhr
Suhl, Kulturbaustelle, Friedrich-König-Straße 35Mona Krassu: Freitagsfische

Nach dem zweiten Weltkrieg muss Irma Geipel zusammen mit ihren vier Kindern aus ihrer Heimat Breslau fliehen. Die Familie kommt in einer Kleinstadt der Sowjetischen Besatzungs-zone unter. Dort begegnen ihnen die Menschen misstrauisch, bisweilen feindselig. Ob der Vater Herbert aus der russischen Kriegsgefangenschaft heimkehren wird, bleibt lange Zeit ungewiss. Die junge DDR bringt weitere Konflikte mit sich. Der älteste Sohn Dietmar wehrt sich gegen den propagierten Sozialismus. Noch vor dem Mauerbau flieht er in die BRD. Seine Flucht hat Folgen für die Familie. Irma hängt das Kreuz von der Wand ab. Die Angst bleibt. Ein wunderbares und wundersames Buch. Mona Krassu erzählt meisterlich eine Geschichte, die lange nachbrennt. Unbedingt lesenswert! (Feridun Zaimoglu) Mona Krassu, geboren 1969 in Weida, lebt heute in Gera. Sie erlernte den Beruf einer Wirtschaftskauffrau in der Maxhütte Unterwellenborn. Die Leidenschaft für die Sprache motivierte sie jedoch, die Kunst des plastischen Erzählens zu erlernen. Sie besuchte mehrere Kurse an der Textmanufaktur Leipzig, zu ihren Lehrern dort gehörten Andrè Hille, Clemens Meyer und Feridun Zaimoglu. Ihre Gedichte erschienen in mehreren Anthologien. 2016 erschien ihr Romandebüt „Alles Schafe“. „Freitagsfische“ ist ihr zweiter Roman.

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20:00 Uhr
24.08.2019

Ort: Kultursaal Schwarzburg, Hauptstraße 27
Zeit: 19:00 Uhr
Kultursaal Schwarzburg, Hauptstraße 27Erzählsalon: Wie wir im Schwarzatal Urlaub machten

Erzählsalon zur Geschichte des Tourismus im Schwarzatal In dieser wunderschönen Region im Thüringer Wald gab es neben der herrlichen Landschaft zu DDR-Zeiten zahlreiche FDGB- und Betriebsferienheime und ein breites kulturelles Angebot. Um diese Zeit lebendig werden zu lassen, suchen wir ErzählerInnen, die damals entweder Urlaub im Schwarzatal gemacht haben oder dafür gesorgt haben, dass der Urlaub ein Erlebnis wird: Zum Beispiel MitarbeiterInnen von Kurverwaltungen, Servicekräfte von FDGB und Betriebsferienheimen, BetreuerInnen von Kinderferienlagern, VermieterInnen von Privatzimmern – Menschen mit Erinnerungen an Urlaub im Schwarzatal. Wir wollen jedoch nicht nur in Erinnerungen schwelgen, sondern auch in Gegenwart und Zukunft blicken: Wir freuen uns über Geschichten darüber, wie die Sommerfrische im Schwarzatal heute wiederbelebt wird und was wir für die Urlaubsregion künftig tun können.

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19:00 Uhr
25.08.2019

Ort: Stadtmuseum Erfurt, Johannesstraße 169
Zeit: 15:00
Stadtmuseum Erfurt, Johannesstraße 169Ausstellungseröffnung: Zuhause in Erfurt - Kinderzeichnungen aus aller Welt

Die Kinder, die seit 2014 auf Anregung der Berliner Künstlerin Patricia Thoma Bilder über ihre Heimat malen, sind aus über 100 Ländern nach Deutschland gekommen. Alltagsthemen wie Familie, das Zuhause, Freunde und das Lieblingsessen lenken den Blick auf Gemeinsamkeiten. Diese aus persönlicher Perspektive gestalteten Aufzeichnungen geben einen Einblick in eine Welt jenseits bekannter Darstellungen aus Reiseführern. Wir bereisen die Welt mit den neugierigen Augen eines Kindes. Auch in Erfurt stellen sich Kinder in Sommerferienprojekten gemeinsam mit der Künstlerin die Frage, was für sie Zuhause bedeutet. Ihre Kunstwerke werden gemeinsam mit den Zeichnungen aus aller Welt im Stadtmuseum Erfurt präsentiert. Das Projekt entstand in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Ausstellungseröffnung mit Kinderprogramm – bis zum 16.2.2020 ist die Austellung im Stadtmuseum zu sehen

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15:00
27.08.2019

Ort: Ettersburg, Schloss Ettersburg, Am Schloss 1
Zeit: 19:00 Uhr
Ettersburg, Schloss Ettersburg, Am Schloss 1Der Pakt - Stalin, Hitler und die Geschichte einer mörderischen Allianz 1939 – 1941

Im Zweiten Weltkrieg waren Nazideutschland und Stalins Sowjetunion nicht nur erbitterte Gegner, sondern vorübergehend auch Verbündete. Der Pakt war mehr als das politische Zweckbündnis, das Hitlers Überfall auf Polen erlaubte und den Krieg für die Sowjetunion hinauszögerte. Seine Wirkung blieb nicht auf Osteuropa beschränkt, auch wenn beide Mächte ihren Gewaltfuror dort entfesselten. Der „Hitler-Stalin-Pakt“ gilt noch heute meist als historischer Unfall oder bestenfalls als Präludium zum „eigentlichen“ Krieg, der mit Hitlers Überfall auf die Sowjetunion begonnen habe. Dabei ermöglichte die Zusammenarbeit der beiden Diktatoren nicht nur den Kriegsbeginn in Europa, sondern veränderte in zweiundzwanzig Monaten die politische Landkarte des Kontinents von Grund auf. Claudia Weber zeichnet auf der Grundlage von historischen Quellen und Archivdokumenten minutiös nach, wie Hitler und Stalin zwischen 1939 und 1941 den Kontinent untereinander aufteilten, ihre Handlanger miteinander verhandelten und es schließlich zum Bruch dieses schicksalhaften Bündnisses kam. Dabei analysiert sie die deutsch-sowjetische Zusammenarbeit in der Bevölkerungs- und Umsiedlungspolitik und enthüllt erschreckende Aktionen gegen Kriegsflüchtlinge: gegen Juden, Polen und Ukrainer. Claudia Weber, geboren 1969 in Guben, ist Historikerin, und seit 2014 Professorin für Europäische Zeitgeschichte an der Europa- Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

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19:00 Uhr
27.08.2019

Ort: Weimar, Lichthaus Kino, Am Kirschberg 4
Zeit: 19:45 Uhr
Weimar, Lichthaus Kino, Am Kirschberg 4Pax Æterna. Der ewige Frieden

Im Rahmen der Filmreihe „Schock der Freiheit“ zum Kunstfest Weimar 2019) Pax Æterna. Der ewige Frieden, DK, 1917. 100 Min. digital. R: Holger-Madsen. B: Otto Rung, Ole Olsen. K: Marius Clausen. D: Frederik Jacobsen (König Elin XII.), Carlo Wieth (Kronprinz Alexis), Zanny Petersen (Bianca) u.a. Während des Ersten Weltkrieges wurden Filme mit pazifistischen und kriegsähnlichen Inhalten von der deutschen Militärzensur verboten. Hierzu zählten auch die von Ole Olsens Nordisk Film Kompagni zwischen 1914 und 1918 produzierten Anti-Kriegsfilme NED MED VÅBNENE (1914), PRO PATRIA (1916) und PAX ÆTERNA (1917). Aufgrund der damals schockierenden Bilder der Greueltaten des Krieges gelangte PAX ÆTERNA erst nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 in Weimar zur Uraufführung. Als »großer Friedensfilm« in den Anzeigen der Reform Licht-Spiele beworben, erforscht PAX ÆTERNA utopische Themen der Liebe und des Friedens inmitten von Konflikten und zeigt das Schicksal des fiktiven Königs Elin XII., eines einträchtigen Anführers einer europäischen Nation, und seines Sohnes Kronprinz Alexis. Als König Elin stirbt und ein Krieg mit dem Nachbarstaat ausbricht, tritt die junge Bianca dem Roten Kreuz bei und leitet eine Delegation, um die Friedenspläne des Thronfolgers Alexis zu verwirklichen. Im Anschluß findet ein Gespräch mit dem Filmhistoriker Jeanpaul Goergen (Berlin) und dem Filmwissenschaftler Dr. Simon Frisch (Bauhaus-Universität Weimar) über die dokumentarischen Filme des Jahres 1919 statt - In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Live-Musik: Richard Siedhoff (Klavier)

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19:45 Uhr
29.08.2019

Ort: Stadt- und Kurbibliothek Bad Liebenstein, Herzog-Georg-Str. 64
Zeit: 19:30 Uhr
Stadt- und Kurbibliothek Bad Liebenstein, Herzog-Georg-Str. 64„Warum kann ich nicht zuweilen Minister sein?“

Amalie Winter und die ungehorsamen Töchter der Weimarer Klassik Lesung und Gespräch mit Ulrike Müller Eine Kooperation der Stadt- und Kurbibliothek Bad Liebenstein und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen Amalie Winter (1802-1879) gehört neben Zeitgenossinnen wie Adele Schopenhauer und Ottilie von Goethe, für deren Salonzeitschrift „Chaos“ sie schrieb, zur Generation der ungehorsamen Töchter der Weimarer Klassik. Mit dem Bildungshorizont der Weimarer Klassik ausgestattet und dem geistigen Anspruch dieser Epoche bleibend verbunden, mischte Amalie Winter sich, wie ihre Berliner Freundin Bettina von Arnim unerschrocken in die Literaturszene und die gesellschaftliche Debatte in Thüringen und Deutschland im politisch, technisch und sozial so bewegten 19. Jahrhunderts ein. Standesdenken und Karrierestreben waren ihr zuwider, sie stritt für die Emanzipation der Frauen und der Juden sowie gegen Armut und Verelendung, die sie im Gewand sozialkritischer Märchen und Geschichten anprangerte. In ihren pädagogischen Schriften warb sie, ihrer Zeit voraus, dafür, Kindern elementare Menschenrechte zuzubilligen und wurde in Thüringen zu einer frühen Förderin der Fröbel-Pädagogik. In der Weimarer Öffentlichkeit erregte ebenso ihr freies Liebesleben Anstoß wie ihre enge Freundschaft mit dem Erbgroßherzogspaar Carl Alexander und Sophie von Sachsen Weimar-Eisenach. Im diesjährigen Gedenken an die Verdienste Carl Alexanders als Regent steht Amalie Winter für die fortschrittliche Seite seines politischen und vor allem kulturellen Handelns. Die Autorin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Ulrike Müller wird mit Amalie Winter nicht nur eine weitere hoch interessante historische Frauenpersönlichkeit im Kontext ihrer Epoche porträtieren, sondern auch aus deren zu Unrecht vergessenen Werken und Briefen vorlesen. Im Rahmen der Buchreihe „Die charmante Unbekannte“ hat sie in Zusammenarbeit mit der Weimarer Verlagsgesellschaft eine Textauswahl herausgegeben und macht damit Amalie Winter seit langen Jahren erstmalig wieder öffentlich bekannt. Vor und nach der Veranstaltung können die Gäste bei Tee und Salon-Keks mit ihr ins Gespräch kommen und sich ihre Bücher ganz individuell signieren lassen.

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19:30 Uhr
05.09.2019

Ort: Jena, Evangelisches Gemeindehaus Mitte, August-Bebel-Str. 17
Zeit: 16:00 Uhr
Jena, Evangelisches Gemeindehaus Mitte, August-Bebel-Str. 17Mutter to go - Buchlesung

Sabine Rennefanz war fünfzehn, als sie in Maxie Wanders »Guten Morgen, du Schöne« von den Kämpfen las, die berufstätige Frauen am Arbeitsplatz, zu Hause und mit sich selbst auszufechten hatten. Als sie selber Mutter wurde, war sie erstaunt, wie wenig sich bewegt hatte. Die Frauen kämpfen noch immer an den gleichen Fronten, es sind sogar noch neue hinzugekommen: die Sehnsucht nach Perfektion und immerwährendem Glück. In ihren Kolumnen untersucht Sabine Rennefanz mit Witz und Schärfe die Freuden, Zumutungen und Kämpfe moderner Mütter. Sie sucht Antworten auf große Fragen: Warum werden Männer und Frauen ungleich behandelt? Warum fordern Frauen nicht mehr? Wie soll sich jemals etwas ändern? »Ich sitze am Schreibtisch und schaue auf meine Tochter, die noch nicht ahnt, was es bedeutet, eine Frau zu sein. Es wäre schön, wenn sie und ihr Bruder es irgendwann einmal unvorstellbar finden, dass es solche Zeiten der Ungleichheit gegeben hat.« Sabine Rennefanz, 1974 in Beeskow geboren, studierte Politologie in Berlin und Hamburg. Sie arbeitet seit 1993 als Journalistin, seit 2001 als Redakteurin für die Berliner Zeitung, für die sie mehrere Jahre aus London schrieb. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis. Ihr erstes Buch, »Eisenkinder« erschien 2013 und stand mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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16:00 Uhr
05.09.2019

Ort: Kressehof 1, 98639 Walldorf
Zeit: 19:00 Uhr
Kressehof 1, 98639 WalldorfHe, du Glückliche! 29 Lebensgeschichten

Monika Stenzel, Ulrike Jackwerth Lesung & Gespräch mit den beiden Schauspielerinnen Fast vierzig Jahre nach dem bahnbrechenden Interview-Buch »Guten Morgen, du Schöne« von Maxie Wander befragten die Autorinnen Monika Stenzel und Ulrike Jackwerth ostdeutsche Großmütter, Töchter und Enkelinnen, wie sie heute ihr Leben meistern, was sie glücklich macht, was Heimat für sie bedeutet. Wie haben sie die umwälzenden gesellschaftlichen Veränderungen nach 1989 erlebt, wie sich in der »westlichen Realität« zurechtgefunden? Und was bedeuten die gesellschaftlichen und biografischen Umbrüche für die nachfolgende Generation? In spannenden, unterhaltsamen und oftmals berührenden Porträts werden die Frauen und ihre Geschichten vorgestellt, kann man Anteil nehmen an ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Monika Stenzel, geboren in Halle (Saale). Abschluss an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. 1981 stellte sie einen Antrag auf Ausreise und verließ 1984 mit ihrer Familie die DDR. Seitdem lebt sie in Berlin und arbeitete als freie Schauspielerin an verschiedenen Theatern der Republik. 2012 begann sie zu schreiben. »He, du Glückliche!« ist ihre erste Veröffentlichung. Ulrike Jackwerth, geboren in Wiener Neustadt/Österreich. Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst »Mozarteum« in Salzburg. Seit 1984 lebt sie in Berlin, arbeitet als Schauspielerin und Regisseurin an zahlreichen Theatern im deutschsprachigen Raum und seit 2014 auch als Dozentin und Coach für Schauspiel. 1987 begegneten sich Ulrike Jackwerth und Monika Stenzel bei einer gemeinsamen Produktion und arbeiteten seitdem mehrfach erfolgreich zusammen.

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19:00 Uhr
06.09.2019

Ort: Bürger- und Behördenhaus, Saalfeld, Markt 7
Zeit: 16:00 Uhr
Bürger- und Behördenhaus, Saalfeld, Markt 7Frauenpolitischer Aufbruch - Der Kampf um das Frauenwahlrecht - Eine Wanderausstellung des Frauenmuseums Bonn

Die Wanderausstellung des Frauenmuseums Bonn geht im September von Arnstadt nach Saalfeld. Diese Ausstellung wurde von der LZT anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht für ein halbes Jahr vom Frauenmuseum ausgeliehen, um diese in verschiedenen Thüringer Städten zu präsentieren. Weitere Stationen sind Greiz und Meiningen. Die Wanderausstellung des Frauenmuseums Bonn präsentiert von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Saalfeld, der lokalen Partnerschaft für Demokratie Saalfeld-Rudolstadt und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen ist vom 4. – 27. September 2019 im Foyer des Bürger- und Behördenhauses Saalfeld Markt 6, Saalfeld zu sehen. Die Ausstellungseröffnung findet statt am: 6. September 2019, 16.00 Uhr Das Deutsche Reich gehörte zu den Staaten, die Ende 1918 relativ früh das allgemeine Frauenwahlrecht einführten. Die erste, die politische Gleichberechtigung forderte, war die Schriftstellerin Hedwig Dohm mit ihrem Werk „Der Frauen Natur und Recht“ von 1876. Seit Mitte der 1890er Jahre hatten sich einzelne Frauen um die Juristin Dr. Anita Augspurg für das Frauenstimmrecht ausgesprochen, die 1902 den Verein für das Frauenstimmrecht gründeten. Dabei mussten Vorurteile sowie manche juristische Hürden überwunden werden, denn in den meisten Bundesländern war es Frauen verboten, an politischen Versammlungen teilzunehmen und Mitglied in politischen Vereinen zu sein. Die Stimmrechtsbewegung war sich uneins in der Frage, welches Wahlrecht für Frauen angestrebt werden sollte: ein Klassenwahlrecht oder das allgemeine demokratische Wahlrecht. Ebenso wenig konnte sie sich einigen, ob sie nur das kommunale oder das Reichstagswahlrecht forderte. Vielen Frauenrechtlerinnen war es wichtiger, bürgerliche Klasseninteressen zu vertreten als Rechte für alle Frauen – einschließlich der Arbeiterinnen – zu fordern. Die Ausstellung geht der Frage nach, mit welchen Strategien die Frauenrechtlerinnen auftraten und wie sie sich vernetzen. Nur zögerlich überwandten bürgerliche Frauen ihren Standesdünkel und nahmen an Demonstrationen teil, die als proletarische Aktionsform galten. Lag die Einführung des Frauenwahlrechts 1918 „nur“ an dem Umstand, dass die Revolutionsregierung zur Stabilisierung ihrer Macht die Unterstützung der Frauen brauchte, oder hatten die Frauen ihren politischen Einfluss geltend gemacht? Vorgestellt werden Sozialistinnen, konservative bürgerliche Frauen und die sogenannten Radikalen, die oft mehr gegeneinander als miteinander agierten.

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16:00 Uhr
06.09.2019

Ort: Bad Salzungen, Stadt- und Kreisbibliothek, Kurhausstraße 12
Zeit: 19:00 Uhr
Bad Salzungen, Stadt- und Kreisbibliothek, Kurhausstraße 12He, du Glückliche! 29 Lebensgeschichten

Monika Stenzel, Ulrike Jackwerth Lesung & Gespräch mit den beiden Schauspielerinnen Fast vierzig Jahre nach dem bahnbrechenden Interview-Buch »Guten Morgen, du Schöne« von Maxie Wander befragten die Autorinnen Monika Stenzel und Ulrike Jackwerth ostdeutsche Großmütter, Töchter und Enkelinnen, wie sie heute ihr Leben meistern, was sie glücklich macht, was Heimat für sie bedeutet. Wie haben sie die umwälzenden gesellschaftlichen Veränderungen nach 1989 erlebt, wie sich in der »westlichen Realität« zurechtgefunden? Und was bedeuten die gesellschaftlichen und biografischen Umbrüche für die nachfolgende Generation? In spannenden, unterhaltsamen und oftmals berührenden Porträts werden die Frauen und ihre Geschichten vorgestellt, kann man Anteil nehmen an ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Monika Stenzel, geboren in Halle (Saale). Abschluss an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. 1981 stellte sie einen Antrag auf Ausreise und verließ 1984 mit ihrer Familie die DDR. Seitdem lebt sie in Berlin und arbeitete als freie Schauspielerin an verschiedenen Theatern der Republik. 2012 begann sie zu schreiben. »He, du Glückliche!« ist ihre erste Veröffentlichung. Ulrike Jackwerth, geboren in Wiener Neustadt/Österreich. Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst »Mozarteum« in Salzburg. Seit 1984 lebt sie in Berlin, arbeitet als Schauspielerin und Regisseurin an zahlreichen Theatern im deutschsprachigen Raum und seit 2014 auch als Dozentin und Coach für Schauspiel. 1987 begegneten sich Ulrike Jackwerth und Monika Stenzel bei einer gemeinsamen Produktion und arbeiteten seitdem mehrfach erfolgreich zusammen.

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19:00 Uhr
06.09.2019

Ort: Theaterfabrik Gera, Clara-Zetkin-Straße 1 07545 Gera
Zeit: 20:00 Uhr
Theaterfabrik Gera, Clara-Zetkin-Straße 1 07545 GeraGefängnisanthologie „Kopfkino“: Lesung & Gesprächsrunde

Unter Corina Gutmanns Regie und hohem Engagement entstand in vielen Stunden Schreibworkshop in der JVA Hohenleuben die Anthologie „Kopfkino“, in welcher Inhaftierte ihre Sehnsüchte, Träume, ihren Schmerz und ihre Visionen in Lyrik, Prosa und Short Stories zum Ausdruck bringen. Ein starkes Buch mit starken Texten, welches am heutigen Abend von Corina Gutmann in der Geraer Theaterfabrik präsentiert wird. Im Anschluss wird es eine Gesprächsrunde zwischen Corina Gutmann, dem Präsidenten des Geraer Landgerichts Peter Granderath und dem Leiter der JVA Hohenleuben Jürgen Frank zum Thema Resozialisierung geben. Wir freuen uns auf diesen wichtigen Abend. _ Die Veranstaltung wird in Kooperation des Corvus e. V. mit der Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen organisiert.

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20:00 Uhr
08.09.2019
bis 14.09.2019
Frauenstudienreise 2019 „Wien Weiblich“ vom 8. bis 14. September 2019

EINFÜHRUNG UND SCHWERPUNKTE: Wie in Deutschland war auch in Österreich die Durchsetzung des Frauenwahlrechts mit der demokratischen Revolution und dem Zusammenbruch einer Monarchie verbunden. Unsere diesjährige Studienreise Wien Weiblich-100 Jahre Frauenwahlrecht wird sich unterschiedlichen Facetten der Frauenpolitik in Geschichte und Gegenwart widmen. Einen besonderen Schwerpunkt wird dabei die sogenannte Zwischenkriegszeit bilden, die zum Vergleich mit der Weimarer Republik einlädt. Gerade im „Roten Wien“ der 1920er Jahre waren Frauen-, Sozial- und Wohnungspolitik eng miteinander verbunden. Die Metropole Wien war immer ein Knotenpunkt kultureller Entwicklungen. Vielfältige Einflüsse, etwa aus Ost- und Südeuropa, wurden aufgegriffen und zu etwas Neuem verschmolzen. Der spezifische Frauenanteil der Wiener Kulturgeschichte bleibt aber häufig unerzählt. So beispielsweise in der Wiener Werkstätte: Diese Künstlergemeinschaft kann mit ihrem Anspruch, Handwerk und Kunst verbinden, als Parallele zum Bauhaus gesehen werden und wurde als „Wiener Weiberwirtschaft” diffamiert. Trotz erreichter politischer Gleichstellung ist auch in Österreich die heutige Lebenssituation von Frauen durch vielfältige Formen sozialökonomischer Benachteiligung nach wie vor geprägt, was ebenfalls im Rahmen der geplanten Gespräche thematisiert wird. Gleichzeitig werden wir mit Vertreterinnen des Magistrats der Stadt Wien und anderer Institutionen über ihre Erfahrungen und frauenspezifische Angebote ins Gespräch kommen. Weitere Themen entnehmen Sie bitte unserer ausführlichen Programmübersicht. Wir freuen uns, Ihnen mit diesem Bildungsurlaubsangebot unbekannte Aspekte der Wiener Frauengeschichte vorzustellen und zudem einen Einblick in aktuelle frauenpolitische Debatten zu vermitteln. Nur noch wenige Plätze frei!!!

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08.09.2019

Ort: Gedenk- und Bildungsstätte Stiftung Ettersberg, Andreasstraße 37, Erfurt
Zeit: 14:00
Gedenk- und Bildungsstätte Stiftung Ettersberg, Andreasstraße 37, ErfurtBürgerfest des Geschichtsverbundes Thüringen

Das diesjährige Bürgerfest des Thüringer Geschichtsverbundes steht ganz im Zeichen des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution. Herzliche Einladung zum 8. September nach Erfurt! Die LzT unterstützt gemeinsam mit vielen Partnern das Bürgerfest. Zeit ihres Bestehens sahen sich die Machthaber in der DDR dem Wunsch der Menschen nach einer ständigen Ausreise ausgesetzt. Millionen Bürger*innen kehrten dem sozialistischen Versuch auf deutschem Boden den Rücken. Auch 1989 entwickelten die Ausreiser*innen eine Kraft der revolutionären Bewegung: Sie stimmten mit den Füßen ab und zeigten ganz deutlich ihre Unzufriedenheit mit den politischen und sozialen Verhältnissen. Gleichwohl kam es zu Diskussionen mit den Menschen die in der DDR blieben und friedlich für Veränderungen in ihrem Land eintreten wollten. „Wir bleiben hier“ und „Wir wollen raus“ wurden gleichermaßen in den ostdeutschen Städten im Herbst 1989 skandiert. Wir wollen zu unserem 6. Bürgerfest den Fokus auf die Gründe, die Sorgen und Nöte der Ausreisenden von 1989 legen sowie nach den Gründen der Anderen zum Bleiben fragen. Gleichzeitig wird der Blick auf die Aufnahmegesellschaft Westdeutschlands geschärft. Denn Migration hat immer mindestens zwei Ebenen: Die Ankommenden und die Aufnehmenden.

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14:00
10.09.2019

Ort: Erfurt, Kleine Synagoge, An der Stadtmünze 4
Zeit: 19:00 Uhr
Erfurt, Kleine Synagoge, An der Stadtmünze 4Venezuela - Die gescheiterte Revolution

Hannes Bahrmann: VENEZUELA - Die gescheiterte Revolution Moderation: Franz-Josef Schlichting, LZT Venezuela unter Staatschef Hugo Chávez sollte für den „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ stehen. Der Ex-Militär wollte das Erbe des südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfers Simón Bolivar antreten und mit dem erdölreichen Land die Speerspitze „revolutionärer“ Bewegungen in Lateinamerika darstellen. Insbesondere zu Kuba baute Chávez eine enge Beziehung mit gegenseitigen Abhängigkeiten auf. Seit Chávez‘ Tod im Jahr 2013 setzt Nicolás Maduro dessen Kurs – inklusive Personenkult und autoritärer Herrschaftstechniken – unverändert fort. Nach etwa zwei Jahrzehnten unter der sozialistischen Regierung scheint Venezuela kurz vor dem Kollaps. Die wirtschaftliche und soziale Lage ist höchst prekär. Hyperinflation, niedrige Löhne, dramatische Versorgungsengpässe und ein drastisches Ausmaß an Gewaltkriminalität kennzeichnen das Leben im Land. Hannes Bahrmann zeichnet die von Korruption, manipulierten Wahlen, Klientelismus und Misswirtschaft geprägten Entwicklungen unter den Regierungen Chávez und Maduro nach und zieht eine ernüchternde Bilanz. Hannes Bahrmann, Jahrgang 1952, Studium der Geschichte und Lateinamerikawissenschaften in Rostock; danach Journalist bei Rundfunk, Zeitungen und Nachrichtenagenturen; seit 1984 regelmäßig Reisen nach Lateinamerika. Autor zahlreicher Sachbücher zur Geschichte Mittelamerikas und der DDR Politik.

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19:00 Uhr
12.09.2019

Ort: Erfurt, Kleine Synagoge, An der Stadtmünze 4
Zeit: 14:00 Uhr
Erfurt, Kleine Synagoge, An der Stadtmünze 4Die Geschichte jüdischen Lebens im Werk von Mirjam Pressler

Fortbildungsveranstaltung der LzT: Die Anfang des Jahres verstorbene Mirjam Pressler gehört zu den bedeutendsten Jugendbuchautorinnen unseres Landes. Ein großes Lebensthema der Autorin war die Auseinandersetzung mit der Shoah und die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland. In „Dunkles Gold”, ihrem letzten Roman, schlägt sie mit der Geschichte um den Erfurter Goldschatz eine Brücke von den mittelalterlichen Pestpogromen zu aktuellen antisemitischen Entwicklungen in Deutschland. Mehrfach erhielt Mirjam Pressler den Deutschen Jugendliteraturpreis, u.a. für ihr Gesamtwerk als Erzählerin und Übersetzerin. Zu den mehr als 30 selbst verfassten Kinder- und Jugendbüchern in Presslers Bibliographie kommen über 300 Übersetzungen aus dem Hebräischen, Niederländischen und Englischen. Der breiten Öffentlichkeit wurde sie durch ihre einfühlsamen Übersetzungen des Anne-Frank-Tagebuchs und der Romane von Zeruya Shalev, Uri Orlev oder Amos Oz bekannt. Die Veranstaltung stellt sich das Ziel, Lehrerinnen und Lehrern sowie anderen Interessierten einen breiten Einblick in das Gesamtwerk von Mirjam Pressler – vor allem bezogen auf ihre Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte - zu bieten. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, das Thüringer Themenjahr 2020 „Jüdisches Leben“ vielfältig vorzubereiten, um jüdische Geschichte seit dem Mittelalter zu thematisieren und auf lebendige Weise Kindern und Jugendlichen zu vermitteln. Im Mittelpunkt der Fortbildung – Vortrag von Prof. Karin Richter – stehen neben ihrem letzten Werk „Dunkles Gold“ ihre Bücher „Golem, stiller Bruder“ (über die jüdischen Geschichte von Prag), „Ein Buch für Hanna“ (über die Verfolgung von Juden im NS-Staat) sowie ihre Adaption des Lessing’schen Weltanschauungsdramas „Nathan und seine Kinder“. Erfahrungen aus Unterrichtsprojekten ab Klasse 4 werden vorgestellt und mit dem lebendigen Zugang zu Leben und Werk von Mirjam Pressler verbunden. Wir freuen uns, dass Tochter und Enkeltochter von Mirjam Pressler aus dem Roman „Dunkles Gold“ lesen und eine beeindruckende Powerpointpräsentation über sie zeigen werden. Detaillierte Einblicke in die Entdeckung und Bedeutung des jüdischen Schatzes von Erfurt bietet die Kunsthistorikerin und Verantwortliche für das UNESCO Welterbe „Jüdisch-mittelalterliches Erfurt“ Frau Dr. Maria Stürzebecher, die in einer Führung den Schatz vorstellt. Organisatorische Hinweise: Bitte melden Sie sich bis spätestens 26. August 2019 bei der LZT schriftlich an.

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14:00 Uhr
12.09.2019

Ort: Bildungsstätte St. Martin, Farbengasse 2, Erfurt
Zeit: 19:00 Uhr
Bildungsstätte St. Martin, Farbengasse 2, ErfurtGeorg Cremer: Deutschland ist gerechter als wir meinen - eine Bestandsaufnahme

Georg Cremer: Deutschland ist gerechter als wir meinen - eine Bestandsaufnahme Wer unsere Debatten verfolgt, der liest viel über soziale Kälte, ständig wachsende Ungleichheit, prekäre Jobs oder den Zerfall der Mitte. Aber wieweit sind diese schrillen Töne von den Fakten gedeckt? Viele sind überzeugt, der Sozialstaat werde kontinuierlich abgebaut; dabei arbeiten weit mehr Menschen im Sozialbereich als früher. Wenn das, was der Sozialstaat leistet, schlecht geredet wird, wenn positive reformerische Schritte kaum wahrgenommen werden, dann nützt das den populistischen Kräften, die der Politik unterstellen, sich nicht um «die Belange des Volkes» zu kümmern. Wenn wir unsere Demokratie stärken wollen, ist eine realistischere Diskussion über die sozialen Verhältnisse in Deutschland unerlässlich. Denn in Wahrheit sahen wir in den letzten Jahren keinen herzlosen Sozialabbau, sondern den Versuch der Politik, den Sozialstaat auch in Zukunft zu sichern. Im Niedergangsdiskurs droht Sozialpolitik die breite politische Unterstützung zu verlieren, ohne die sie nicht handeln kann. Georg Cremer war von 2000 bis 2017 Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands e.V. Zuvor war er viele Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Cremer ist habilitierter Volkswirt und lehrt als apl. Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg. Er beteiligt sich regelmäßig an der Debatte zum deutschen Sozialstaat. In Kooperation mit den Katholischen Forum im Land Thüringen - Akademie des Bistums Erfurt

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19:00 Uhr
13.09.2019

Ort: Evangelische Akademie Thüringen Zinzendorfplatz 3, 99192 Neudietendorf
Zeit: 19:00 Uhr
Evangelische Akademie Thüringen Zinzendorfplatz 3, 99192 NeudietendorfVernissage: Credo - Kirche in der DDR

Wir laden Sie herzlich ein zur Vernissage der Ausstellung "CREDO - Kirche in der DDR" mit Fotografien des Leipziger Fotografen Harald Kirschner. In ihr werden Bilder vomvielfältigen Leben von Christen beider Konfessionen in der DDR, aus der Zeit der Friedlichen Revolution und des Umbruchs 1990/91 gezeigt. Wolfgang Thierse konstatiert: „Es sind Bilder, [...], die eine eigentümliche Überzeugungstreue und staunenswerte Tapferkeit dokumentieren.“ Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten. Die Ausstellung der Evangelischen Akademie Thüringen ist bis zum 21. November 2019 im Zinzendorfhaus Neudietendorf zu sehen. Öffnungszeiten: Mo – Fr 8 – 19 Uhr · Sa 8 – 16 Uhr · So 8 – 14 Uhr

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19:00 Uhr
15.09.2019

Ort: Hennebergisches Museum, Kloster Veßra, Anger 35
Zeit: 15:00
Hennebergisches Museum, Kloster Veßra, Anger 35Bernd Lindner: Nähe + Distanz. Bildende Kunst in der DDR

In der DDR sind 40 Jahre lang Gemälde, Grafiken, Wandbilder und Plastiken geschaffen worden. Im Auftrag des Staates, der SED und deren Massenorganisationen; vor allem aber aus dem individuellen Antrieb der Künstler, die sie umgebende Welt mit ihren Mitteln abbilden, erklären und hinterfragen zu wollen. Nähe zum „Sozialismus in den Farben der DDR“ stellte sich dabei mit den Jahren immer seltener ein. Dafür wuchs bei vielen Künstlern – deutlich sichtbar – die Distanz in Form und Inhalt. Der vom Staat vorgegebene Stil des „Sozialistischen Realismus“ konnte sich nie wirklich durchsetzen. Um dieses heterogene künstlerische Erbe wie auch seine Schöpfer ist in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten intensiv diskutiert und gestritten worden. Anfangs wurde mit Ausstellungen und Publikationen immer wieder versucht, sie pauschal als „Staatskunst“ und „Staatskünstler“ abzuwerten. Erst langsam setzten sich differenziertere Sichten auf die bildende Kunst aus der DDR durch. Das Buch will einen Beitrag dazu liefern, diese Kunst in ihrer ganzen Vielfalt wie auch Widersprüchlichkeit zu zeigen. Bernd Lindner, Prof. Dr., geboren in Lutherstadt Wittenberg 1952, ist Kulturhistoriker und -soziologe. Seit Mitte der 1970er-Jahre beschäftigt er sich mit der Kunst in der DDR. Von 1994 bis 2015 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Dort war er für den Aufbau der Kunst- und Fotografiesammlung zuständig und als Ausstellungskurator tätig.

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15:00
16.09.2019

Ort: Kirche Obernissa
Zeit: 18:00 Uhr
Kirche ObernissaGedenkveranstaltung: 100. Geburtstag von Hilde Purwin

Gedenkansprache Karl-Heinz Baum (Berlin, Frankfurter Rundschau) Publikationen und Filme machten Hildegard Purwin als Felicitas Beetz bekannt. Als Agentin operierte sie zwischen Mussolinis Tochter, deren Mann, dem ehemaligen italienischen Außenminister, der Gestapo und dem amerikanischen Geheimdienst. Später schrieb sie als Hilde Purwin bundesdeutsche Geschichte als eine bedeutende Journalistin der Bonner Republik. Geboren wurde Hildegard Burkhardt am 16. September 1919 in Obernissa und dort auch getauft. 1941 wurde sie kriegsdienstverpflichtet als Übersetzerin an der deutschen Botschaft in Rom. Vom Reichssicherheitsdienst wurde sie auf den italienischen Außenminister Ciano angesetzt. Hildegard (verheiratet) Beetz bewahrte seine Tagebücher vor dem nationalsozialistischen Zugriff und ermöglichte so die Veröffentlichung nach dem Krieg. Vor der sowjetischen Besetzung floh sie aus Thüringen. Der Chef der amerikanischen Spionageabwehr in Deutschland, Henry D. Hecksher sagte über die junge sprachbegabte Frau, sie sei ‚eine der extrem raren Deutschen, die die Demokratie verstanden hätten und für sie brenne.‘ Sie wurde Journalistin beim Telegraf, der auflagenstärksten Zeitung der Westzonen. Vom ersten Tag der jungen Republik an war sie in Bonn beim Aufbau beteiligt. Sie berichtete in verschiedenen Tageszeitungen. Wichtige weitere Stationen waren Bundespressekonferenz oder der deutsche Presseclub, den sie mit begründete. Ihr politisches Vorbild war Herbert Wehner. Mit Willy Brandt fuhr sie im Vorfeld des Grundlagenvertrags 1970 in ihre alte Heimat. Der Bericht der „roten Hilde“ über die Reise nach Erfurt und Buchenwald erschien auch in der BILD. Der Publizist Erich Kuby setzte ihr in „Verrat auf Deutsch. Wie das Dritte Reich Italien ruinierte.“ (1982) ein Denkmal. 1984 ging Hildegard Purwin in den Ruhestand. Mit neunzig Jahren verstarb sie am 29. März 2010 in Bonn. Eine Kooperationsveranstaltung der Kirchgemeinde Klettbach mit der Landeszentrale für politische Bildung. Foto: H. Purwin und Bundeskanzler H. Schmidt 1980 im Haus der Neuen Ruhrzeitung Essen. Knut Garthe

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18:00 Uhr
17.09.2019

Ort: Gotha, Historischer Saal des Tivoli, Am Tivoli 3
Zeit: 19:00 Uhr
Gotha, Historischer Saal des Tivoli, Am Tivoli 31918 Aufstand für die Freiheit - Die Revolution der Besonnenen

Joachim Käppner: Die Revolution der Arbeiter und Soldaten von 1918 – eine historische Chance für ein demokratisches Deutschland, die nicht genutzt wurde. Ziel der Revolutionäre war nicht, nach russischem Vorbild ein bolschewistisches Regime zu errichten, sondern den Krieg zu beenden und die Freiheit zu erringen. Das Aufbegehren in Deutschland blieb verhältnismäßig friedlich, bis die von der SPD geführte Übergangsregierung, der „Rat der Volksbeauftragten“, mit der alten Heeresführung ein Bündnis schloss, statt sie umgehend abzusetzen. Die Radikalisierung des Protestes bis zu den „Weihnachtskämpfen“ 1918 war eine Folge. Die Einbindung anti-demokratischer Eliten aus Militär und Verwaltung wurde zu einer schweren Hypothek für die erste deutsche Republik und verfestigte zugleich die Spaltung der Arbeiterbewegung. Joachim Käppner wertet Quellen und neueste Forschungsergebnisse aus und zeichnet ein gerechteres Bild der Arbeiter und Matrosen, die eine Welt aus den Angeln hoben und den Weg in die Weimarer Demokratie öffneten. Die Buchvorstellung ist eine Kooperation der LZT mit Bildung vereint e.V., dem Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPott-Pora e.V. und dem Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. Joachim Käppner, promovierter Historiker, ist Redakteur und Autor bei der Süddeutschen Zeitung. Zuletzt erschienen von ihm im Berlin Verlag „Die Familie der Generäle. Eine deutsche Geschichte“ (2007) und „Berthold Beitz. Die Biographie“ (2010). Moderation: Peter Reif-Spirek (LZT)

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19:00 Uhr
22.09.2019

Ort: Deutsches Spielzeugmuseum Sonneberg
Zeit: 11:00 Uhr
Deutsches Spielzeugmuseum SonnebergSpielzeug und Spielzeugdesign in Thüringen

Spielzeug war über viele Jahrzehnte eines der wichtigsten Exportgüter aus Thüringen. Puppen aus Thüringen beherrschten den Weltmarkt. Der Erste Weltkrieg setzte dieser Erfolgsgeschichte ein Ende. Die durch den Krieg verlorenen Märkte ließen sich nicht mehr zurückgewinnen. Und doch blieb die Spielzeugproduktion wichtig für die Thüringer Wirtschaft. Nach 1949 wurden die vielen kleinen hoch spezialisierten Unternehmen enteignet, aufgekauft und in großen Kombinaten zusammengefasst. Mit Spielzeug aus Thüringen spielten Kinder im ganzen Ostblock. Der Öffnung der Märkte nach 1989 konnte auch die Thüringer Spielzeugindustrie nicht standhalten. Produktionskapazitäten wurden stillgelegt, Beschäftigte in großem Umfang entlassen. Geblieben sind kleinere Unternehmen, die sich durch Design und Qualität vom fernöstlich geprägten Massenmarkt abheben möchten. Begleiten Sie Bernd Havenstein in seiner Darstellung der Spielzeugindustrie in Thüringen. Er hat Archive besucht, Unternehmen gesehen und mit vielen Spezialist*innen gesprochen. Die Publikation ist bei der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen erschienen und kann dort unter www.lzt-thueringen.de bestellt werden. Bernd Havenstein, geb. 1952 in Schwerin, von 1978 bis 1990 Arbeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Amt für industrielle Formgestaltung Berlin, Dokumentar für die Sammlung Industrielle Gestaltung (Haus der Geschichte Bonn). Seit 2011 Selbständiger Dienstleister und Berater für Sammlungen, Archive, Ausstellungen. Publikationen zu Spielzeug in der DDR.

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11:00 Uhr
24.09.2019

Ort: Topf & Söhne, Sorbenweg 7, Erfurt
Zeit: 19:00 Uhr
Topf & Söhne, Sorbenweg 7, ErfurtJoachim Zeller: Die Gegenwart der kolonialen Vergangenheit - Kontroversen um eine Dekolonisierung der Erinnerungskultur

Vortrag mit anschl. Diskussion: Der Umgang mit der Kolonialgeschichte, die hierzulande lange im Schatten der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Holocaust stand, unterliegt gegenwärtig einem grundlegenden Wandel. Zwar zählt auch Deutschland faktisch zu den postkolonialen Gesellschaften Europas, doch ist diese Tatsache kaum in das Bewusstsein der Menschen und in das Handeln der Politik vorgedrungen. In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen gegründet, um die notwendige Auseinandersetzung um eine Dekolonisierung der globalen und lokalen Machtverhältnisse voranzubringen. Eine Trendwende weg vom Vergessen und Verdrängen der kolonialen Vergangenheit bedeutete auch die 2016/17 im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigte Ausstellung Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart. Aufhorchen ließ nicht zuletzt die Initiative der Berliner Landesregierung, zusammen „mit dem Bund eine zentrale Gedenkstätte als Lern- und Erinnerungsort“ zum deutschen Kolonialismus in der Bundeshauptstadt einrichten zu wollen. Nach einer Einführung in diese Debatte stellt Joachim Zeller ausgewählte Aktionen und Projekte zur Weiterentwicklung einer postkolonialen Gedenkkultur in Deutschland vor. Angesprochen werden dabei auch die aktuellen Debatten um den Völkermord an den Herero und Nama und die koloniale Beutekunst im geplanten Berliner Humboldt Forum. Joachim Zeller wurde in Swakopmund/Namibia geboren und promovierte in Berlin mit einer Arbeit zur (post-)kolonialen Erinnerungskultur. Er ist Mitherausgeber des 2018 erschienenen Sammelbandes Deutschland postkolonial? Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit.

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19:00 Uhr
26.09.2019

Ort: Topf & Söhne, Sorbenweg 7, Erfurt
Zeit: 11:00 Uhr
Topf & Söhne, Sorbenweg 7, ErfurtTagung "Toxische Männlichkeit, Gewalt und Rechtsterrorismus"

Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und MOBIT - Mobile Beratung in Thüringen laden gemeinsam zur Tagung "Toxische Männlichkeit, Gewalt und Rechtsterrorismus" ein. +++ Organisatorsicher Hinweis: Es wird um eine Anmeldung bei der Landeszentrale für politische Bildung bis zum 9. September gebeten. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben +++ In den letzten Jahren bewegen sich die Zahlen extrem rechter Gewalttaten in Deutschland kontinuierlich auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig kommen immer wieder auch rechtsterroristische Planungen ans Tageslicht. Zudem hat sich die deutsche Neonazi-Szene in den vergangenen Jahren stark auf das Aktionsfeld Kampfsport fokussiert. Männlichkeitskonstruktionen und rassistische Phantasien eines drohenden Abwehrkampfes gegen Migranten verbinden sich zu einer gefährlichen ideologischen Mischung, die nicht nur rechte Alltagsgewalt legitimieren soll. International mündete diese Ideologie auch in verheerende Terroranschläge wie im Fall des Rechtsterroristen Anders Breivik oder jüngst beim Christchurch-Attentat in Neuseeland. Doch neu ist diese Mischung aus Männerbildern und Gewalt am rechten Rand keineswegs. Die Tagung will sowohl diesen aktuellen Tendenzen Rechnung tragen als auch einen Blick auf die historischen Dimensionen werfen, um so eine bessere Einordnung zu ermöglichen.

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11:00 Uhr
26.09.2019

Ort: Universitätsbibliothek Ilmenau
Zeit: 19:00 Uhr
Universitätsbibliothek IlmenauDer Schatten eines Jahres

Wiebke Eden- Lesung und Gespräch Als die engagierte Friedensaktivistin Mathilde mit achtundsiebzig Jahren nach einer Sitzblockade zur Strafarbeit in einem Park verdonnert wird, rückt die Presse an. Sie erzählt von ihren Anfängen als Pazifistin, und plötzlich steht ihr eine Zeit vor Augen, über die sie nie gesprochen hat: Ihr Jahr in Barcelona, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, als sie jung und verliebt war und zur Spionin wurde. Der Roman, eine Mischung aus Spionage, Zeit- und Liebesgeschichte, ist nicht nur hochaktuell, weil er von der Wandlung einer Frau erzählt, der erst allmählich die Konsequenz ihrer eigenen politischen Haltung bewusst wird. Immer mehr ältere wie junge Menschen gehen heute wieder auf Demos – ein Blick zurück auf verschiedene Phasen der Friedensbewegung ist amüsant und zugleich ermunternd. Hinzu entführt der Roman in einen noch wenig ausgeleuchteten Abschnitt der deutsch-spanischen Geschichte: als eine Enklave von nazitreuen Deutschen in Barcelona zunächst Franco unterstützt, mit dem beginnenden Zweiten Weltkrieg jedoch misstrauisch wird, da allmählich jeder jeden aushorcht, in der Ungewissheit, wie sich die Loyalitäten im Ernstfall behaupten. Wiebke Edens hochaktueller, spannender Roman wirft die Frage auf, wie ein Mensch in etwas hineingeraten kann, dessen Konsequenzen nicht absehbar sind. Wiebke Eden wurde 1968 in Jever geboren und arbeitete nach Zeitungsvolontariat und Germanistikstudium als freie Journalistin. Sie veröffentlichte zwei Porträtbände über schreibende Frauen, »Keine Angst vor großen Gefühlen« und »Im Gespräch: Journalistinnen« (200x, 200y, edition ebersbach). 2008 erschien ihr Roman »Die Zeit der roten Früchte« (Arche Verlag). Dabei fand ihre knappe, eindringliche Sprache wie die genaue Beobachtung ihrer Figuren große Beachtung. Neben Texten in Anthologien veröffentlichte sie im Bübül Verlag Berlin die Erzählungen »Das Liebespaar« (2015) und »Udo« (2017). Wiebke Eden lebt in Berlin und gibt Schreibwerkstätten für Kinder und Erwachsene.

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19:00 Uhr
04.10.2019
bis 12.10.2019

Ort: Armenien
ArmenienStudienreise Armenien - Brücke von Europa nach Asien. Zwischen Tradition und Transformation: Geschichte, Kultur, Politik, Perspektiven.

Im April 2017 veranstaltete die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen eine Studienreise nach Armenien, die auf großes Interesse stieß und den Teilnehmenden neue Erkenntnisse und vertiefende Einsichten über die Republik im Kaukasus ermöglichte. Bereits damals war eine angespannte Situation im Land festzustellen, inzwischen hat sich einiges verändert. Der Protest gegen die Wahl des langjährigen Präsidenten Sersch Sargsjans zum Premierminister im April 2018 weitete sich zur „samtenen Revolution“ mit Hunderttausenden friedlich Protestierenden aus. In deren Ergebnis kam der frühere Journalist und Oppositionspolitiker Nikol Paschinjan als Ministerpräsident an die Regierung. Mit ihm verbinden sich viele Hoffnungen auf eine weitere Demokratisierung des Landes sowie der Wunsch nach einem entschiedenen Kampf gegen Korruption und gegen den Einfluss von Oligarchen. Versuche in diese Richtung sind erkennbar, aktuell kommen jedoch auch von Ernüchterung kündende Nachrichten aus Armenien. Die Studienreise wird Einblicke in die jahrtausendealte und bereits seit dem 3./4. Jahrhundert vom Christentum geprägte Geschichte Armeniens er-möglichen. Der inhaltliche Schwerpunkt unserer Studienreise wird jedoch auf zeithistorischen Themen und der aktuellen Lage im Land liegen. Erneut werden Exkursionen, Gespräche mit Experten und Begegnungen mit Menschen vor Ort den Teilnehmenden Informationen liefern und Eindrücke vermitteln, aus denen sie ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im Land gewinnen können. Wichtige Themen werden u. a. sein: der osmanische Genozid an den Armeniern 1915, die Geschichte und Folgewirkungen der sowjetischen Zeit, die gesellschaftlichen Umwälzungen nach Erlangen der Unabhängigkeit 1991, die Rolle der armenischen Diaspora, die weiterhin schwierige außenpolitische Lage, insbesondere der Konflikt mit Aserbaidschan um Bergkarabach inklusive der Rolle Russlands und der Türkei, sowie aktuelle innenpolitische Entwicklungen. Schließlich sollen die deutsch-armenisch Beziehungen betrachtet werden, auch unter dem Aspekt, welche armenisch-thüringischen Kontakte bzw. Partnerschaften möglich sein könnten.

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09.10.2019
bis 12.10.2019

Ort: Berlin
Zeit: 8:15 Uhr
BerlinSeminarreise „Das politische Berlin in Geschichte und Gegenwart“

Die Seminarreise „Das politische Berlin in Geschichte und Gegenwart“, die die Landeszentrale für politische Bildung vom 9.-12. Oktober 2019 durchführt, steht in diesem Jahr im Zeichen des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution. Besuche im Bundestag und im Bundesrat bleiben feste Programmpunkte. So erhalten die Teilnehmenden Einblicke in das politische System der Bundesrepublik Deutschland und lernen die Abläufe im Bundestag und Bundesrat näher kennen. Darüber hinaus begeben sie sich u.a. auf Spurensuche in die Geschichte der Friedlichen Revolution.

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8:15 Uhr
10.10.2019

Ort: Volkshochschule „Karl Mundt“, Meininger Straße 89, Suhl
Zeit: 18:00 Uhr
Volkshochschule „Karl Mundt“, Meininger Straße 89, SuhlUta Bretschneider: Heimat. Räume, Gefühle, Konjunkturen

Der Band beleuchtet das Thema »Heimat« in seiner Vielfalt und Vieldeutigkeit. Vielmehr versteht sich die Publikation als Einladung, dem Thema Heimat bewusst nachzugehen und eine ganz persönliche Definition dessen, was Heimat ist, sein soll und kann, zu finden, zu erweitern oder zu hinterfragen. Heimat hat Konjunktur. Sie ist allgegenwärtig als politisches Thema, als literarisches Sujet, als wissenschaftlich beachtetes Konzept, als Marke »Heimat« sowie in den Dingwelten unseres Alltags. Heimat ist eine vieldimensionale Projektionsfläche, ein Sehnsuchtsort und ein umstrittenes Konstrukt. Die Tatsache, dass jede und jeder von uns etwas zum Thema beizutragen vermag, dass wir alle in gewisser Form und zumindest für uns selbst Expertinnen und Experten in Sachen Heimat sind. Uta Bretschneider, Dr. phil., ist Direktorin des Hennebergischen Museums Kloster Veßra. Von ihr erschien ebenfalls bei der Landeszentrale für politische Bildung »Neue Heimat Thüringen? Flüchtlinge und Vertriebene um 1945«.

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18:00 Uhr
10.10.2019

Ort: Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
Zeit: 19:00
Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte AndreasstraßeBuchvorstellung Bernd Lindner: Wir bleiben ... da Volk

Bernd Lindner: WIR BLEIBEN ... DAS VOLK! Losungen und Begriffe der Friedlichen Revolution 1989 Die Friedliche Revolution in der DDR war ein Ereignis von historischer Tragweite. Ihre Geschichte ist bis heute unzertrennlich mit einzelnen Losungen verbunden, die damals das Geschehen auf den Straßen des Landes nachhaltig geprägt haben. Sie ragten aus Tausenden originellen Rufen und Transparenten heraus, weil sie die Konflikte, Hoffnungen und Emotionen jener Tage in wenigen Worten überzeugend auf den Punkt brachten. Warum das so war, wer und was hinter ihrer Entstehung stand und warum einige der Losungen bis heute nachwirken – davon berichtet die vorliegende Publikation.

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19:00
18.10.2019
bis 19.10.2019

Zeit: 13:00 Uhr
Fachtagung: 1000 Euro im Monat

Das bedingungslose Grundeinkommen im Faktencheck „Geben ist seliger denn Nehmen.“ (Apostelgeschichte 20, 35) Mit der Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens verbinden sich viele Hoffnungen: Die einen sehen darin eine Chance, die teils als entwürdigend erlebten Zwänge der Sozialverwaltung zu überwinden. Andere wollen damit den Sozialstaat drastisch zurückbauen. Manche träumen davon, freier zwischen Phasen von Arbeit, Aus- und Weiterbildung, Reisen oder Familienzeit wechseln zu können. Kritiker wiederum befürchten, dass dann der Anreiz zur Arbeit verloren ginge und kaum jemand mehr arbeiten würde. Weil der Sozialstaat komplex und unübersichtlich geworden ist, scheint eine Reform nahezuliegen. Die Idee eines Grundeinkommens verspricht Einfachheit, Effektivität und Effizienz. Aber ist es auch gerecht und angemessen? Und wie verändern sich damit die Gesellschaft, der Wert von Arbeit und das soziale Miteinander? Und da auf der politischen Bühne nur Konzepte eine Chance haben, die eine Verbesserung des Status Quo versprechen: Kann ein Grundeinkommen diese Hürde überspringen? Während der Tagung sollen die mit dem Grundeinkommen verbundenen Vorstellungen, Ziele und Konzepte einem kritischen Faktencheck unterzogen werden. In Gesprächs- und Arbeitsgruppen wird Gelegenheit sein, die Argumente zu hinterfragen, Folgen abzuschätzen und Nebenwirkungen zu bedenken. In der Diskussion mit Fachleuten und Interessenvertretungen soll erarbeitet werden, welche Perspektiven das Grundeinkommen hat und ob es eine echte Alternative zu den heutigen Regelungen des Sozialstaats sein kann. Tagungsleitung: Holger Lemme, Evangelische Akademie Thüringen und Franz-Josef Schlichting, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen Weitere Informationen auf der Homepage der LzT Verbindliche Anmeldungen bei der Evangelischen Akademie

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13:00 Uhr
26.10.2019

Ort: Theater Nordhausen
Zeit: 19:30 Uhr
Theater NordhausenLesung und Kammermusik: „Küsst die Faschisten wo ihr sie trefft!“

Mit einer Mischung aus Lesung und Kammermusik setzen sich der bekannte Schauspieler Roman Knižka und das Bläserquintett Ensemble Opus 45 in ihrem Programm „Küsst die Faschisten wo ihr sie trefft!“ mit dem Thema Widerstand im Nationalsozialismus auseinander. Der Titel der Veranstaltung ist dem Gedicht „Rosen auf dem Weg“ des Journalisten und Schriftstellers Kurt Tucholsky entnommen, eines von vielen mutigen Zeugnissen des Widerstands gegen das NS-Regime, die an diesem Abend zu hören sein werden. Musikalisch umrahmt und kommentiert werden die Texte durch Werke von Paul Hindemith, Pavel Haas und György Ligeti – drei Komponisten, die zu Opfern von Holocaust und nationalsozialistischer Diktatur wurden. Beginn ist am Samstag, den 26.10.2019, um 19.30 Uhr im Theater unterm Dach des Theaters Nordhausen. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Kooperation der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem Theater Nordhausen. Der Eintritt ist frei. Foto: Tom Solo

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19:30 Uhr
Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Landeszentrale für politische
Bildung Thüringen