Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

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Datum Ort Veranstaltung Zeit
19.06.2019

Ort: Schillerhaus, Rudolstadt
Zeit: 19:30 Uhr
Schillerhaus, RudolstadtJoachim Radkau liest...

aus „Geschichte der Zukunft. Prognosen, Visionen, Irrungen in Deutschland von 1945 bis heute“ Ob Bildungskatastrophe, Waldsterben, Atomkraft oder Energiewende – Joachim Radkau, emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Universität Bielefeld, durchpflügt die Zukunftshoffnungen der jüngsten Geschichte heiter, überraschungsreich und kunstfertig.Hoffnungen und Ängste, Prognosen und Visionen, fatale Irrtümer und unerwartete Wendungen: Im Rückblick staunt man, wie sicher wir zu wissen glauben, was auf uns zukommt. Ein ungewöhnlicher Blick auf die deutsche Geschichte von einem der originellsten Historiker unserer Tage.

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19:30 Uhr
20.06.2019

Ort: Stadtwerke Arnstadt Elxlebener Weg 8, Arnstadt
Zeit: 16:00 Uhr
Stadtwerke Arnstadt Elxlebener Weg 8, ArnstadtFrauenpolitischer Aufbruch - Der Kampf um das Frauenwahlrecht - Eine Wanderausstellung des Frauenmuseums Bonn

Vom 20. Juni – 11. Juli 2019 präsentiert von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Arnstadt, den Stadtwerken Arnstadt und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen Das Deutsche Reich gehörte zu den Staaten, die Ende 1918 relativ früh das allgemeine Frauenwahlrecht einführten. Die erste, die politische Gleichberechtigung forderte, war die Schriftstellerin Hedwig Dohm mit ihrem Werk „Der Frauen Natur und Recht“ von 1876. Seit Mitte der 1890er Jahre hatten sich einzelne Frauen um die Juristin Dr. Anita Augspurg für das Frauenstimmrecht ausgesprochen, die 1902 den Verein für das Frauenstimmrecht gründeten. Dabei mussten Vorurteile sowie manche juristische Hürden überwunden werden, denn in den meisten Bundesländern war es Frauen verboten, an politischen Versammlungen teilzunehmen und Mitglied in politischen Vereinen zu sein. Die Stimmrechtsbewegung war sich uneins in der Frage, welches Wahlrecht für Frauen angestrebt werden sollte: ein Klassenwahlrecht oder das allgemeine demokratische Wahlrecht. Ebenso wenig konnte sie sich einigen, ob sie nur das kommunale oder das Reichstagswahlrecht forderte. Vielen Frauenrechtlerinnen war es wichtiger, bürgerliche Klasseninteressen zu vertreten als Rechte für alle Frauen – einschließlich der Arbeiterinnen – zu fordern. Die Ausstellung geht der Frage nach, mit welchen Strategien die Frauenrechtlerinnen auftraten und wie sie sich vernetzen. Nur zögerlich überwandten bürgerliche Frauen ihren Standesdünkel und nahmen an Demonstrationen teil, die als proletarische Aktionsform galten. Lag die Einführung des Frauenwahlrechts 1918 „nur“ an dem Umstand, dass die Revolutionsregierung zur Stabilisierung ihrer Macht die Unterstützung der Frauen brauchte, oder hatten die Frauen ihren politischen Einfluss geltend gemacht? Vorgestellt werden Sozialistinnen, konservative bürgerliche Frauen und die sogenannten Radikalen, die oft mehr gegeneinander als miteinander agierten.

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16:00 Uhr
25.06.2019

Ort: Fachhochschule Erfurt, Altonaer Str. 25
Zeit: 09:00 Uhr
Fachhochschule Erfurt, Altonaer Str. 25Fachtagung Gute Antworten auf Armut

Gute Antworten auf Armut zu diskutieren – diesem Anspruch stellt sich unsere diesjährige Tagung. Nachdem im letzten Jahr neue empirische Untersuchungen im Vordergrund standen, werden diesmal vor allem praktische Ansätze der Sozialen Arbeit zur Bekämpfung von Armut von jungen Menschen und Familien in den Blick genommen. Auch geht es darum, wie in kommunalen Zusammenhängen tragfähige und nachhaltige Strategien zur Minimierung von Armut und sozialer Ausgrenzung entwickelt werden können. Das Problem selbst ist mittlerweile klar umrissen: Materielle Armutslagen sind in komplexer Weise mit Prozessen gesellschaftlicher Ausschließung verbunden, die zentrale Bereiche des Lebens (z. B. Gesundheit, Wohnen, Bildung) betreffen. In einem reichen Land wie Deutschland drückt sich Armut nicht nur in materiellen Existenznöten aus, sondern in vielfältigen Formen eingeschränkter gesellschaftlicher Teilhabe. Hier setzt die Tagung an und fokussiert Handlungsoptionen des Umgangs mit Armut und ihren Folgen. Dazu gehört eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten, aber auch den Grenzen der Sozialen Arbeit in der gesellschaftlichen Debatte um Armutsbekämpfung. Der Fachtag steht in der inhaltlichen Kontinuität mehrerer Tagungen, die sich mit Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien befasst haben und ist Ausdruck eines langfristigen gemeinsamen Engagements der Veranstalter für die Rechte von Kindern und eine moderne Kinderpolitik. Es ist dadurch gelungen, in Thüringen ein unabhängiges kinderpolitisches Fachforum zu etablieren, das die Fragen der Kinder- und Familienarmut in einem breiten gesellschaftlichen Kontext in regelmäßiger Form thematisiert. Sie richtet sich sowohl an die in der Praxis aktiven Fachkräfte als auch an Verwaltung, Politik und Wissenschaft.

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09:00 Uhr
26.06.2019

Ort: Universität Erfurt, Lernwerkstatt, Audimax-Gebäude
Zeit: 18:00 Uhr
Universität Erfurt, Lernwerkstatt, Audimax-GebäudeDer Jugendroman „Dunkles Gold“ von Mirjam Pressler und der Jüdische Schatz von Erfurt

Kurz nach dem Tod der bedeutenden Kinder- und Jugendbuchautorin und Übersetzerin Mirjam Pressler ist im März der Jugendroman „Dunkles Gold“ erschienen, der die Geschichte des jüdischen Schatzes von Erfurt erzählt. Mehrere Jahrhunderte lag ein großer Gold- und Silberschatz in einem Keller der Erfurter Altstadt, ehe er bei Bauarbeiten 1998 entdeckt wurde und schlaglichtartig die jüdische Geschichte der Stadt erhellte und die Folgen eines Pogroms im 14. Jahrhundert, dem die gesamte jüdische Gemeinde zum Opfer fiel, offenbarte. In der Veranstaltung lesen Angehörige von Mirjam Pressler aus dem Roman. Zudem werden die Besonderheiten des Romans vorgestellt und diskutiert. Zudem wird auf weitere Romane von Mirjam Pressler verwiesen, die zur Bereicherung der Kinder- und Jugendliteratur beigetragen haben: von ihrer Arbeit am Tagebuch der Anne Frank bis zu ihrer Adaption „Nathan und seine Kinder“. Mitwirkende der Veranstaltung: • Gila und Malka Yolanda Pressler: Lesung aus dem Roman „Dunkles Gold“ • Prof. Dr. Karin Richter im Gespräch mit den Töchtern und der Enkelin von Mirjam Pressler zur Arbeit der Schriftstellerin an diesem Roman • Prof. Dr. Karin Richter: Die jüdische Thematik im Werk von Mirjam Pressler

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18:00 Uhr
26.06.2019

Ort: Topf & Söhne, Sorbenweg 7, Erfurt
Zeit: 19:00 Uhr
Topf & Söhne, Sorbenweg 7, ErfurtMuslimischer Antisemitismus

Muslimischer Antisemitismus. Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland? Buchvorstellung mit Dr. David Ranan, Kultur- und Politikwissenschaftler, Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin Unbestritten sind anti-jüdische Einstellungen unter Muslimen weit verbreitet. Aber warum? Die gängigen Definitionen und Erkenntnismuster, erklärt David Ranan, reichen nicht mehr aus, um den Antisemitismus vieler Muslime zu beschreiben. Hat das Ganze nur mit dem Nahostkonflikt zu tun oder sind Muslime grundsätzlich antisemitisch? Ist Judenhass ein integraler Teil des Islam? Oder ist er eine Erscheinungsform des Islamismus? Um eine Antwort zu finden, hat David Ranan mehr als 70 Jahre Interviews mit jungen muslimischen Studierenden und Akademikern vor allem in Deutschland geführt. Im Zentrum standen ihre Haltungen und Gefühle zu Juden, Judentum, dem Holocaust und Israel und schließlich die Frage, wie sie sich zu Deutschland stellen, seiner Israelpolitik und seiner Geschichtskultur. Mit den Ergebnissen der Gespräche, die er in die historischen Beziehungen zwischen Juden und Muslimen und den ungelösten Nahostkonflikt einbettet, zeigt er, dass dieses brisante, heftig umkämpfte Feld dringend neu angegangen werden muss. Dr. David Ranan, geboren 1946, wuchs in Israel und in den Niederlanden auf. Er lebt und arbeitet in London und Berlin. Seine Bücher über junge Israelis in der Armee und das Leben junger Juden in Deutschland fanden große Beachtung. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.

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19:00 Uhr
27.06.2019

Ort: Weimar, Laden für Kunst & Kultur „lebensART am palais“ des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda e.V., Windischenstraße, Am Palais
Zeit: 19:00 Uhr
Weimar, Laden für Kunst & Kultur „lebensART am palais“ des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda e.V., Windischenstraße, Am PalaisLotta Schultüte - Mit dem Rollstuhl ins Klassenzimmer

Sandra Roth: Lesung und Gespräch »Ich weiß, Lotta ist bereit für die Welt. Ich weiß nur nicht, ob die Welt auch bereit ist für Lotta.« Lotta freut sich schon sehr auf die Schule. Doch während Lottas Kita ihren Eltern täglich zeigt, wie gut das Zusammensein von Kindern mit und ohne Behinderung gelingen kann, stößt Sandra Roth bei der Schulsuche für ihre Tochter auf Ablehnung. »Ich mag Lotta, doch ich hätte Angst, sie bei mir im Klassenzimmer zu haben«, sagt eine befreundete Lehrerin und steht mit dieser Meinung nicht alleine da. Zu volle Klassenzimmer, nicht genügend Sonderpädagogen, fehlende Mittel – Sandra Roth trifft auf Rektoren, die beim Tag der offenen Tür die Arme verschränken. Nicht nur bei der Schulsuche, auch in vielen Alltagssituationen merken Lottas Eltern, wie viel noch fehlt zu einer wirklich inklusiven Gesellschaft. Wie müsste eine Welt aussehen, die Lotta mehr sein lässt als nur behindert? Die sie sehen könnte, wie sie ist – schön, unbekümmert, behindert, fröhlich und charmant? Nach ihrem Bestseller »Lotta Wundertüte« erzählt Sandra Roth in »Lotta Schultüte« erneut zutiefst berührend und humorvoll von dem Leben mit ihrer schwer mehrfachbehinderten Tochter – und leistet einen wichtigen Beitrag zu der aufgeheizten Debatte um die Inklusion. Sandra Roth, geboren 1977, studierte Politikwissenschaften und Medienberatung in Bonn, Berlin und den USA. Nach ihrem Diplom absolvierte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und arbeitet seitdem als freie Autorin, u.a. für Die Zeit, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Brigitte. 2013 erschien ihr erstes Buch »Lotta Wundertüte« bei Kiepenheuer & Witsch. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Köln.

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19:00 Uhr
08.09.2019
bis 14.09.2019
Frauenstudienreise 2019 „Wien Weiblich“ vom 8. bis 14. September 2019

EINFÜHRUNG UND SCHWERPUNKTE: Wie in Deutschland war auch in Österreich die Durchsetzung des Frauenwahlrechts mit der demokratischen Revolution und dem Zusammenbruch einer Monarchie verbunden. Unsere diesjährige Studienreise Wien Weiblich-100 Jahre Frauenwahlrecht wird sich unterschiedlichen Facetten der Frauenpolitik in Geschichte und Gegenwart widmen. Einen besonderen Schwerpunkt wird dabei die sogenannte Zwischenkriegszeit bilden, die zum Vergleich mit der Weimarer Republik einlädt. Gerade im „Roten Wien“ der 1920er Jahre waren Frauen-, Sozial- und Wohnungspolitik eng miteinander verbunden. Die Metropole Wien war immer ein Knotenpunkt kultureller Entwicklungen. Vielfältige Einflüsse, etwa aus Ost- und Südeuropa, wurden aufgegriffen und zu etwas Neuem verschmolzen. Der spezifische Frauenanteil der Wiener Kulturgeschichte bleibt aber häufig unerzählt. So beispielsweise in der Wiener Werkstätte: Diese Künstlergemeinschaft kann mit ihrem Anspruch, Handwerk und Kunst verbinden, als Parallele zum Bauhaus gesehen werden und wurde als „Wiener Weiberwirtschaft” diffamiert. Trotz erreichter politischer Gleichstellung ist auch in Österreich die heutige Lebenssituation von Frauen durch vielfältige Formen sozialökonomischer Benachteiligung nach wie vor geprägt, was ebenfalls im Rahmen der geplanten Gespräche thematisiert wird. Gleichzeitig werden wir mit Vertreterinnen des Magistrats der Stadt Wien und anderer Institutionen über ihre Erfahrungen und frauenspezifische Angebote ins Gespräch kommen. Weitere Themen entnehmen Sie bitte unserer ausführlichen Programmübersicht. Wir freuen uns, Ihnen mit diesem Bildungsurlaubsangebot unbekannte Aspekte der Wiener Frauengeschichte vorzustellen und zudem einen Einblick in aktuelle frauenpolitische Debatten zu vermitteln. Nur noch wenige Plätze frei!!!

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04.10.2019
bis 12.10.2019

Ort: Armenien
ArmenienStudienreise Armenien - Brücke von Europa nach Asien. Zwischen Tradition und Transformation: Geschichte, Kultur, Politik, Perspektiven.

Im April 2017 veranstaltete die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen eine Studienreise nach Armenien, die auf großes Interesse stieß und den Teilnehmenden neue Erkenntnisse und vertiefende Einsichten über die Republik im Kaukasus ermöglichte. Bereits damals war eine angespannte Situation im Land festzustellen, inzwischen hat sich einiges verändert. Der Protest gegen die Wahl des langjährigen Präsidenten Sersch Sargsjans zum Premierminister im April 2018 weitete sich zur „samtenen Revolution“ mit Hunderttausenden friedlich Protestierenden aus. In deren Ergebnis kam der frühere Journalist und Oppositionspolitiker Nikol Paschinjan als Ministerpräsident an die Regierung. Mit ihm verbinden sich viele Hoffnungen auf eine weitere Demokratisierung des Landes sowie der Wunsch nach einem entschiedenen Kampf gegen Korruption und gegen den Einfluss von Oligarchen. Versuche in diese Richtung sind erkennbar, aktuell kommen jedoch auch von Ernüchterung kündende Nachrichten aus Armenien. Die Studienreise wird Einblicke in die jahrtausendealte und bereits seit dem 3./4. Jahrhundert vom Christentum geprägte Geschichte Armeniens er-möglichen. Der inhaltliche Schwerpunkt unserer Studienreise wird jedoch auf zeithistorischen Themen und der aktuellen Lage im Land liegen. Erneut werden Exkursionen, Gespräche mit Experten und Begegnungen mit Menschen vor Ort den Teilnehmenden Informationen liefern und Eindrücke vermitteln, aus denen sie ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im Land gewinnen können. Wichtige Themen werden u. a. sein: der osmanische Genozid an den Armeniern 1915, die Geschichte und Folgewirkungen der sowjetischen Zeit, die gesellschaftlichen Umwälzungen nach Erlangen der Unabhängigkeit 1991, die Rolle der armenischen Diaspora, die weiterhin schwierige außenpolitische Lage, insbesondere der Konflikt mit Aserbaidschan um Bergkarabach inklusive der Rolle Russlands und der Türkei, sowie aktuelle innenpolitische Entwicklungen. Schließlich sollen die deutsch-armenisch Beziehungen betrachtet werden, auch unter dem Aspekt, welche armenisch-thüringischen Kontakte bzw. Partnerschaften möglich sein könnten.

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